Die ICANN
hatte am 16. November 2000 bekanntgeben, welche neuen gTLD in Betrieb gehen sollen.
Jetzt sind die meisten in Betrieb und können registriert werden. |
Die Erweiterung des Namensraumes:
Bereits seit langer Zeit war
beschlossen, dass neue 'generic Top-Level Domains' (gTLD) eingeführt
werden sollen. Neben den sechs 'alten'
Top-Level Domains (com, edu, gov, mil, net, org) und den Länderdomains (z.B. de,
at, ch...) sollten bereits seit Februar 1998 weltweit sieben weitere TLD zur Verfügung
stehen. Ursprünglich geplant waren einmal die neuen gTLD arts,
firm,
info, nom, rec,
shop und web.
Doch es kam anders: Die ICANN hat am 16. November 2000 die seit 2001 gültigen, neuen gTLD festgelegt:
aero (z.B.
www.airline.aero)
Vergabe von Second-Level Domains an Fluggesellschaften, Flughäfen
und Reiseveranstalter. Verwaltung durch die Societé Internationale de Telecommunications Aeronautiques SC, (SITA).
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
biz (z.B. www.company.biz)
Kommerzielle Unternehmungen können sich hier eine Second-Level
Domain registrieren lassen. Es handelt sich quasi um eine
"Erweiterung" der com Domain. Die Verwaltung dieser
gTLD obliegt dem Konsortium JVTeam, LLC.
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
coop (z.B.
www.genossenschaft.coop)
Genossenschaftliche Unternehmen und Organisationen können unterhalb
dieser neuen gTLD eine Second-Level Domain registrieren. Sie wird
verwaltet von der National Cooperative Business Association, (NCBA).
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
info (z.B.
www.knowledge.info)
Diese neue gTLD ist für Informationsanbieter vorgesehen. Sie wird
von dem Afilias, LLC, verwaltet. Diesem Konsortium gehört z.B.
auch Schlund & Partner an.
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
museum (z.B.
www.deutsches.museum)
Wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Domain eigens für
Museen vorgesehen. Sie wird verwaltet von der Museum Domain Management Association,
(MDMA).
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
name (z.B.
www.mein.name)
Wie bereits früher geplant, wird diese neue gTLD für
Kleinunternehmen und Privatpersonen, die mit einer eigenen Domain im
Internet präsent sein möchten, eingeführt. Die Verwaltung
geschieht durch den Global Name Registry, LTD.
Die Root-Nameserver hierfür sind freigeschaltet, Registrierungen sind heute möglich.
pro (z.B.
www.unternehmen.pro)
Berufsverbände sind die
Organisationen, die unterhalb dieser neuen gTLD ihre Subdomains
registrieren können. Verwaltung dieses Namensraumes geschieht durch
RegistryPro, LTD.
Die Registrierung unterhalb dieser Top-Level-Domain unterliegt strikten Sicherheitsbestimmungen.
Der Namensraum im Internet wird also erheblich erweitert.
Allerdings kann es durchaus auch hier zu z.B. markenrechtlichen Problemen kommen: Die
neuen Domains werden international vergeben. Im Gegensatz zu einer Registrierung unterhalb
von de, wo deutsche Gesetze gelten, ist hier der z.B. markenrechtliche Status der
neuen Domains nicht immer eindeutig definiert. Dazu kommt das Prinzip "wer zuerst
registriert...", bei dem bisher die rechtliche Lage in Deutschland
nicht
berücksichtigt wurde.
Das Problem ist jetzt dadurch gelöst worden, dass Markeninhaber vor "normalen" Organisationen gegen
einen Nachweis über die Marke vorab registrieren können.
Weitergehende Informationen über
die neuen Top-Level Domains, die weitere Organisation und Zukunft des Namensraumes finden
Sie bei der ICANN.
Übrigens, die EU hat in
Zusammenarbeit mit der ICANN die ebenfalls neue
Top-Level Domain eu eingeführt. Hierzu sollte eigentlich 20.11.2000 eine
EU-Kommission entscheiden. Die Einführung dieser neuen TLD erfolgte in 2006.
Registrierungsangaben:
Wie allgemein bei der Registrierung einer Domain sind
Angaben zum Unternehmen und den verschiedenen Kontaktpersonen notwendig. Bei allen Fragen,
die den Antrag betreffen, werden Sie von ihrem Provider unterstützt. Im Antrag sind
verschiedene Angaben zu machen (Beispiel für den Anschluß einer Domain an das Internet).
Entity or Individual Using Domain Name:
Unter dem
ersten Punkt sind Angaben zur antragstellenden Organisation bzw. Person zu machen. Hier
wird der Name des Unternehmens und die Adresse eingetragen. Diese Organisation bzw. Person
ist der Inhaber der Domain.
Administrative Contact:
Hier wird die Person
angegeben, die den administrativen Kontakt tätigt. Er muß in der vorher angegebenen
Organisation sein. Alleine der administrative Kontakt kann Entscheidungen, die Änderungen
am Besitzer der Domain, deren Anschluß und an anderen Einträgen in die Wege leiten.
Zusätzlich ist die Angabe des NIC Handles notwendig. Wenn der Kunde noch keinen NIC
Handle haben sollte, trägt im Normalfall der Provider die Person in die Datenbank des
InterNIC ein.
Technical Contact:
Hier wird der technische
Kontakt der Domain angegeben.
Zone Contact:
Der sog. Zonenkontakt ist der
Ansprechpartner für Fragen, die den Nameservice der Domain betreffen. Es sollte die
Person sein, die für den Nameservice verantwortlich zeichnet.
Die drei Ansprechpartner können eine Person oder aber auch
mehrere Personen sein. Wenn Sie ihre Domain beantragen, sollte darauf geachtet werden,
dass das Unternehmen in der Beschreibung (Punkt 2) genannt ist und der administrative
Kontakt ein Mitarbeiter des Unternehmens ist.
Master/Slave Name Server:
Hier wird die IP-Adresse des
Master bzw. Slave Nameserver eingetragen.
Master/Slave Name Server:
Unter diesem Punkt
erfolgt die Eintragung der Namen der Nameserver
Master/Slave Name Netaddress:
Hier erfolgt
entsprechend die Angabe, in welchem Netz der entsprechende Nameserver betrieben wird.
Die beiden Nameserver müssen unabhängig voneinander
arbeiten, d.h. der Betrieb beider Nameserver innerhalb eines Netzwerkes sollte
unterbleiben. Es sollten auf jeden Fall zusammen mit dem Einreichen des Antrages beim
Provider beide Nameserver in Betrieb sein und autoritative Antworten für die Domain
geben. Dieses wird bei den neuen gTLD zwar nicht überprüft, bevor die Eintragung
vorgenommen werden, aber aus technischen Gründen (Lame Delegation) sollten sie auf jeden
Fall laufen. Normalerweise wird im Unternehmen der Master Nameserver betrieben und der
Provider stellt die notwendige Redundanz durch den Betrieb eines oder mehrerer
Slave Nameservers sicher. Auch in diesem Punkt unterstützt der Provider seine Kunden.
Für die Richtigkeit der Angaben
kann keine Gewähr übernommen werden. |
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