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Nach RfC 1537 sollten sich die Timings für die einzelnen Nameserver
in gewissen Grenzen bewegen. Diese werden vom Administrator des
Primary Nameservers festgelegt. In der vom Administrator angelegten
und gepflegten Ressourcen-Datei für die entsprechende Zone ist in der
ersten Zeile der SOA (Start Of Authority) zu finden. In ihm sind neben
der Angabe der Maschine und der Mail-Adresse des Administrators die
Timings anzugeben.
Die Angaben in der ersten Zeile der Ressourcen-Datei sind
beispielsweise bis BIND 8.1:
| leu.de. IN SOA server.leu.de. root.server.leu.de. ( |
1999022501
28800
7200
604800
86400
) |
; serial
; refresh
; retry
; expire
; default-TTL
|
oder ab BIND 8.2:
| $TTL 86400 |
; default-TTL |
| leu.de. IN SOA server.leu.de. root.server.leu.de. ( |
1999022501
28800
7200
604800
3600
) |
; serial
; refresh
; retry
; expire
; neg. cache. TTL
|
Die einzelnen Werte bedeuten folgendes:
serial (hier 1999022501):
Seriennummer des Eintrages. Im Prinzip kann hier mit der Zahl 1
begonnen werden, aber es hat sich inzwischen durchgesetzt, hier das
Datum der letzen Änderung einzutragen. Im obigen Beispiel läßt sich
also ersehen, daß die letzte Änderung an diesem Resource-Records am
25. Februar 1999 vorgenommen wurde. Da dem Datum noch die
Zahl 01 folgt, handelt es sich bei dieser Änderung um die erste an
diesem Tag.
refresh (hier 28800):
Die Angabe dieser Zeit ist in Sekunden. Sie gibt an, nach welcher
Zeitdauer der Secondary Nameserver beim Primary Nameserver die
Seriennummer und ggf. den neuen Datensatz für diese Zone holen soll.
Im obigen Beispiel kontrolliert der Secondary Nameserer also alle
8 Stunden, ob die Seriennummer der ihm vorliegenden Zonendaten noch
die gleiche ist, die auf dem Primary Nameserver eingetragen ist.
retry (hier 7200):
Die Angabe dieser Zeit ist in Sekunden. Wenn der Secondary Nameserver
den Primary Nameserver nicht erreichen konnte, versucht er nach der
genannten Zeit erneut einen Verbindungsaufbau.
expire (hier 604800):
Die Angabe dieser Zeit ist in Sekunden. Nachdem die hier genannte Zeit
verstrichen ist und der Secondary Nameserver den Primary Nameserver
noch immer nicht erreicht hat, gibt er für diese Zone keine
authoritativen Antworten mehr.
Ab BIND 8.2 wird entsprechend RFC 2308 das letzte Timing Feld der
SOA-Records nicht mehr als default-TTL sondern als
"negative caching TTL" verwendet. Die default-TTL wird jetzt mit der
Anweisung $TTL gesetzt. Bedeutung dieser Werte:
default-TTL (hier 86400):
Die Angabe dieser Zeit ist in Sekunden. Anfragende Nameserver, die
für Resolver Antworten aus dem DNS auflösen, bekommen diese Zeit mit
der authoritativen Antwort geliefert. Wenn der anfragende Nameserver
erneut diesen Namen auflösen soll, liefert er über die Zeitdauer, die
in der TTL angegeben ist, die Antwort aus seinem Zwischenspeicher -
fragt also nicht nochmals beim authoritativen Server nach. Dieses senkt
einerseits den durch DNS verursachten Datenverkehr, andererseits dauert
es die entsprechende Zeit, bis alle Nameserver nach Änderungen wieder
richtige Antworten geben.
neg. cache. TTL (hier 3600):
Die Angabe dieser Zeit ist in Sekunden. Hat ein authoritativer
Nameserver keinen Datensatz für den aufzulösenden Namen einer Anfrage,
so teilt er dies dem fragenden Nameserver mit. Die "negative chaching
TTL" gibt an, wielange der fragende Nameserver diese
"Nicht"-Antwort speichern soll.
Folgende Zeiten werden im RfC 1537 empfohlen:
| |
TLD |
andere |
Refresh |
86400 |
24 Stunden |
28800 |
8 Stunden |
Retry |
7200 |
2 Stunden |
7200 |
2 Stunden |
Expire |
2592000 |
30 Tage |
604800 |
7 Tage |
TTL |
345600 |
4 Tage |
86400 |
1 Tag |
Für die Richtigkeit der Angaben
kann keine Gewähr übernommen werden.
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