Jeder Administrator sollte unbedingt wissen, was
auf seinem Server für Dienste angeboten werden. Das heißt, daß
zumindest der Administrator wissen muß, welche Dienste eingerichtet
sind und damit, welche möglichen Sicherheitsrisiken bestehen können.
Es sollten nur die für den Betrieb des Servers unbedingt
notwendigen Services angeboten werden. Jeder überflüssig angebotene
Dienst kann wieder ein Sicherheitsrisiko in sich bergen. Die Dienste, die
angeboten werden, sollten dokumentiert werden. Dies betrifft einerseits
die Dokumentation, welcher Service angeboten wird, andererseits auch die
Konfiguration, aber auch welche Programme (und damit welche möglichen
Sicherheitsrisiken) in Aktion treten.
Als grundsätzliche Regel, von der ausgegangen wird,
sollte angesetzt werden:
Alles, was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten!
Nur mit diesem Ansatz kann sichergestellt werden, daß bei der
Einrichtung der Maschine nicht vergessen wird, einen Dienst zu verbieten.
Der Administrator befindet sich bei diesem Ansatzpunkt immer auf der 'sicheren
Seite'. Es ist besser, daß Benutzer feststellen, daß ein benötigter
Dienst u.U. nicht funktioniert als eine Öffnung aller Dienste, die
dann auch in Richtung Internet angeboten werden.
Die Meldungen über neu aufgetretene Sicherheitlücken
und -risiken sollten verfolgt werden. Damit kann sichergestellt werden,
daß diese rechtzeitig bekannt sind und die entsprechenden Patches
bzw. Workarounds installiert werden können.