
|
 |



Oktober 1999, letzte Ergänzung: 04. Januar 2000
English Version
|
Die meisten Links führen direkt auf die
entsprechende Datei beim meldenden CERT bzw. andere Organisation. Die ständige
Aktualität (speziell welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen oder welche Patches zu
installieren sind) ist damit sichergestellt.
Die meisten nachgeladenen Texte sind auf englisch.
Übrigens: Wenn für Systeme Risiken veröffentlicht werden, heißt dieses nicht,
daß die Systeme, für die keine Risiken veröffentlicht werden automatisch sicherer sind! |

|
|
Wie auch für SuSE-Linux sind bei Debian Sicherheitslücken in den
Yellow Pages (NIS) vorhanden, über die normale Benutzer zu viele Rechte haben können.
Mit mirror kann auch bei dieser Distribution außerhalb des erlaubten Bereiches auf dem
Ziel-FTP Server geschrieben werden. Lpr ermöglicht z.B. Benutzern, Dateien, die sie nicht
lesen dürfen, auszudrucken und der AMD sorgt dafür, daß Benuter eine Hintertür finden
können. Weitere Informationen finden sich in den Advisories. |
 |
|
Das mirror-Paket ist ein Tool mit dem Inhalte von
FTP-Servern dupliziert werden können. Es wird derzeit nicht überprüft, ob das Zeichen
".." im Namen des auf dem Zielserver anzulegenden Verzeichnis vorhanden ist.
Daher können prinzipiell auch in anderen darüberliegenden Verzeichnissen Schreibzugriffe
erfolgen.
sccw zeigt eine ungenügende Bereichsüberprüfung, vertraut der Umgebung und
ruft unsichere Systemfunktionen auf. Bei einer Default-Installation ist sccw mit setuid
root versehen. Daher kann es zum Kompromittieren des Root-Accounts kommen.
Durch das Senden einer speziellen E-Mail können Angreifer Programme mit den Rechten des
Prozesses mutt ausführen. Der Benutzeraccount, unter dem dieser Prozeß läuft,
ist damit kompromittiert.
Das Paket cdwtools ist ein Frontend zur Erstellung von CD's. Hier sind einige
Pufferüberläufe und Unsicherheiten im /tmp-Verzeichnis festgestellt worden. Überall, wo
die cwdtools mit "easy" Sicherheitseinrichtung installiert sind (=Default)
besteht das Risiko, daß hierdurch der Root-Account kompromittiert wird.
ypserv sind die früheren "yellow pages", jetzt NIS Information Service
gennant, mit denen z.B. die Benutzerverwaltung im Netzwerk zentralisiert werden kann. Hier
existieren auch unter SuSE einige Sicherheitslücken, die dazu führen können, daß
Unberechtigte beliebigen Code, u.U. auch als Root, ausführen können.
Von lpr und lpd werden die Datei-Zugriffsrechte nicht in allen Fällen
sauber beachtet. Durch diese Race-Condition können Benutzer Dateien ausdrucken, für die
sie keinerlei Rechte haben.
Es wird dringend empfohlen, die Systeme entsprechend auf den Stand der Technik zu bringen,
damit die o.g. Exploits nicht mehr möglich sind. Die Patches sind auf SuSE's Webpage for Patches zu finden. |

|
| System: |
Microsoft Windows NT 4.0 |
| Topic: |
Sicherheitslücke durch vorhersagbare TCP Initial Sequence Nummern: MS99-046, ERS-1999.162,
K-006 |
Die beim Verbindungsaufbau ausgewählten Sequenznummern (ISN)
sollten so zufällig wie möglich ausgewählt werden, damit Angriffe wie IP Spoofing oder
Session Hijacking erschwert sind. Microsoft hat den Zufallsgenerator für Systeme unter
allen Versionen von Windows NT 4.0 überarbeitet, 15 weitere Zufallsbit sind
hinzugekommen. Es wird empfohlen, den (US-) Patch für x86
bzw. Alpha
zu installieren. |

|
|
Die Microsoft Virtual Machine wird mit verschiedenen Produkten
ausgeliefert. Vorrangig gilt dieses für den Internet Explorer, der in der 2000er Serie
kommt, aber auch der IE 5 mit der 3000er Serie. In beiden Serien ist eine Möglichkeit
gefunden worden, mit einem Java Applet aus der Virtual Machine direkt auf die Maschine
herauszugreifen. Dies bedeutet, wenn es sich auf eine Web Site befindet, daß auf dem
Rechner alle Aktivitäten mit den Rechten des Benutzers durchführbar sind. Dies umfaßt
auch das Anlegen, Modifizieren oder Löschen von Dateien und geht bis hin zum Formatieren
der Festplatte.
Es wird dringend empfohlen, entweder Java auszuschalten oder den Patch für die 3000er Serie zu
installieren. Ein Patch für die 2000er Serie wird folgen. |

|
|
Die Version von Sereen, die mit Red Hat Linux 6.1ausgeliefert wird,
benutzt per Default nicht Unix98 ptys. Screen ist nicht mit setuid root versehen, daher
wird ptys mit unsicheren Attributen versehen. Wie unten berichtet, wurden drei neue
Lücken im wu-ftpd gefunden. Es wird empfohlen, folgende Patches einzuspielen:
Red Hat Linux 4.2:
Intel:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/4.2/i386/wu-ftpd-2.6.0-0.4.2.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/4.2/alpha/wu-ftpd-2.6.0-0.4.2.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/4.2/sparc/wu-ftpd-2.6.0-0.4.2.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/4.2/SRPMS/wu-ftpd-2.6.0-0.4.2.src.rpm
Red Hat Linux 5.x:
Intel:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/i386/wu-ftpd-2.6.0-0.5.x.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/alpha/wu-ftpd-2.6.0-0.5.x.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/sparc/wu-ftpd-2.6.0-0.5.x.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/SRPMS/wu-ftpd-2.6.0-0.5.x.src.rpm
Red Hat Linux 6.x:
Intel:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/screen-3.9.4-3.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/wu-ftpd-2.6.0-1.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/alpha/wu-ftpd-2.6.0-1.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/sparc/wu-ftpd-2.6.0-1.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/SRPMS/screen-3.9.4-3.src.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/SRPMS/wu-ftpd-2.6.0-1.src.rpm |

|
|
ISS berichtet über 14 Sicherheitslücken:
- http-teamtrack-file-read
- iams-passwords-plaintext
- iams-pop3-command-dos
- iams-smtp-vrfy-dos
- linux-cdda2cdr
- ie-download-behavior
- mediahouse-stats-adminpw-cleartext
- mediahouse-stats-login-bo
- ihtml-merchant-file-access
- yahoo-messenger-dos
- iis-ftp-no-access-files
- nt-ip-source-route
- nt-rasman-pathname
- http-cgi-wwwboard-default
Weitere Informationen sind vom Server von ISS abrufbar. |

|
|
Dieses Problem wurde ursprünglich vom CERT berichtet. Durch eine
Sicherheitslücke im automountd können Angreifer beliebige Kommandos mit den Rechten des
automountd Prozesses absetzen. Hewlett Packard hat jetzt herausgefunden, daß entgegen der
ursprünglichen Annahme HP-UX 10.X und 11.00 gegenüber dieser Lücke anfällig sind. Ein
Patch ist derzeit noch nicht verfügbar.
Als Workaround wird empfohlen, in der Datei /etc/rc.config.d/nfsconf AutoFS = 0 zu setzen. |

|
|
In Symbolic Link (SYLK) Dateien können Makros enthalten sein. Wenn
eine solche Datei in Excel 97 oder 2000 geöffnet wird, werden diese Makros ohne
Rückfrage beim Benutzer ausgeführt. Sie laufen mit den Benutzerrechten ab, haben also im
schlimmsten Fall vollen Zugriff auf die Maschine.
Es wird empfohlen, den entsprechenden Patch für Excel 97 bzw. Excel 2000
zu installieren. |

|
|
Systeme, auf denen der WU-FTPD Daemon oder ein darauf basierender
FTP Server betrieben wird, zeigen drei neue Sicherheitsrisiken:
- MAPPING_CHDIR Buffer Overflow: Aufgrund mangelnder Bererichsüberprüfung kann
es Angreifern u.U. gelingen, den statischen Speicher des WU-FTPD zu überschreiben.
- Message File Buffer Overflow: Aufgrund mangelnder Bereichsüberprüfung bei
Makrovariablen im Message-File können Angreifer u.U. den Stack des WU-FTPD Daemons
überschreiben.
- SITE NEWER Consumes Memory: Lokal, aber auch über das Netzwerk können
Benutzer, die Verbindungen zum FTP Daemon aufbauen können, ihn dazu bringen, daß er sehr
viel Speicher benötigt und damit auf der Maschine nicht mehr normal läuft. Wenn das
Anlegen von Dateien auf dem Server gestattet ist, kann diese Sicherheitslücke dazu
genutzt werden, beliebigen Code unter den Rechten des FTP-Servers (normalerweise root) auf
der Maschine auszuführen.
Es wird empfohlen, die entsprechenden und im Advisory genannten Patches
zu installieren. |

|
| System: |
Microsoft Internet Explorer 4.01 und 5 |
| Topic: |
Sicherheitsrisiko durch JavaScript: MS99-043, ERS-1999.154 |
Lokale Daten, die im Browser angezeigt werden, können durch ein
JavaScript Applet, das im gleichen Fenster läuft, zu einem Web Server umgeleitet werden,
ohne daß der Benutzer etwas merkt. Hierdurch greifen die Sicherheitsmaßnahmen im IE
nicht mehr. Durch das Applet können Daten zum Server geschickt werden, wenn der Angreifer
den Namen und die Lage der Datei im Verzeichnisbaum kennt.
Bis Microsoft einen Patch herausgebracht hat, wird dringend empfohlen, zumindest in der
Internet-Zone JavaScript zu deaktivieren. |

|
|
Um die verbesserte Version von Netscape nutzen zu können, sollten
die entsprechenden RPM installiert werden. Im PAM Package, das mit Red Hat Linux 6.1 für
Intel ausgeliefert wird, besteht eine Sicherheitslücke, über die bei bestimmten
Gegebenheiten Zugang zu gesperrten NIS Accounts möglich ist. Daneben gibt es Probleme mit
der Überprüfung von Dateiberechtigungen in den Programmen lpr und lpd. Daher können
unberechtigte Benutzer u.U. Dateien drucken, für die sie überhaupt keine Leserechte
besitzenEs wird empfohlen, baldmöglichst die entsprechenden Updates zu installieren:
Red Hat Linux 4.2:
Intel:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/4.2/i386/lpr-0.43-0.4.2.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/4.2/alpha/lpr-0.43-0.4.2.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/4.2/sparc/lpr-0.43-0.4.2.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/4.2/SRPMS/lpr-0.43-0.4.2.src.rpm
Red Hat Linux 5.x:
Intel:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/i386/netscape-common-4.7-0.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/i386/netscape-communicator-4.7-0.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/i386/netscape-navigator-4.7-0.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/5.2/i386/lpr-0.43-0.5.2.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/5.2/alpha/lpr-0.43-0.5.2.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/sparc/netscape-common-4.51-0.sparc.rpm
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/5.2/sparc/lpr-0.43-0.5.2.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/5.2/SRPMS/netscape-common-4.7-0.src.rpm
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/5.2/SRPMS/lpr-0.43-0.5.2.src.rpm
Red Hat Linux 6.x:
Intel:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/netscape-common-4.7-1.1.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/netscape-communicator-4.7-1.1.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/netscape-navigator-4.7-1.1.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/i386/pam-0.68-8.i386.rpm
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/6.1/i386/lpr-0.43-2.i386.rpm
Alpha:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/6.0/alpha/lpr-0.43-2.alpha.rpm
Sparc:
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/6.0/sparc/lpr-0.43-2.sparc.rpm
Source:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/SRPMS/netscape-4.7-1.1.src.rpm
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/SRPMS/pam-0.68-8.src.rpm
rpm -Uvh ftp://ftp.redhat.com/pub/redhat/updates/6.1/SRPMS/lpr-0.43-2.src.rpm
Neutral:
rpm -Uvh ftp://updates.redhat.com/6.1/noarch/ |

|
|
Das Sicherheitsmodell des Internet Explorers 5 verhindert im
Normalfall, daß durch die Methode Document.ExecCommand() auf dem Client unerlaubte
Aktionen durchführbar sind. Wird diese Methode in einem IFRAME durchgeführt, greifen die
Schutzmechanismen nicht. Daher sind von einem Web-Server aus bekannte Dateien auf dem PC
des Bentuzers lesbar. Weitere Möglichkeiten sind allerdings nicht gegeben.
Benutzer des (US-) Internet Explorers 4.01 sollten den IE 4.01 Service Pack 2,
Benutzer des IE5 sollten den Patch für die Intel-
oder Alpha-Plattform
installieren.
Bis zum Erscheinen einer deutschen Version wird diesen Benutzern dringend empfohlen,
zumindest in der Internet-Zone Active Scripting zu deaktivieren. |

|
| System: |
Microsoft Office |
| Topic: |
Patch gegen die Risiken durch ODBC erschienen: MS99-030 |
Microsoft hat gegen die bereits berichteten Lücken in ODBC jetzt
einen Patch
veröffentlicht. |

|
| System: |
Hybrid Network's Cable-Modems |
| Topic: |
Sicherheitsrisiken durch HSMP: KSRT-012 |
Hybrid Network's Cable-Modems können über das udp-basierte
Protokoll HSMP konfiguriert werden. In diesem Protokoll ist keine Authentisierung zur
Durchführung der Konfiguration vorgesehen. Udp-basierte Protokolle sind leicht zu
fälschen, daher ist die anonyme Durchführung einer Konfiguration durchaus möglich.
Einige Denial-of-Service Angriffe sind bekannt. HSMP kann von Cable-Modem Benutzern auch
zur Konfiguration von DNS-Servern eingesetzt werden. Hierdurch können Angreifer die
Benutzer zu beliebigen Sites umleiten oder auch Angreifern die Möglichkeit gegeben
werden, Ethernet-Sniffer auf Interfaces einzubauen.
Im Advisory sind Links zu finden, die das Problem demonstrieren. Es wird empfohlen,
HSMP-Verkehr (Port 777/udp) durch eine Firewall zu sperren. |

|
| System: |
Cactus Software |
| Topic: |
Sicherheitsrisiko durch shell-lock: l0pht, ERS-1999.150 |
Mit dem Program "shell-lock" können ELF Binaries aus
Shell-Skripten erzeugt werden. Hierzu wird ein trivialer Verschleierungsmechanismus
eingesetzt, der entsprechend das Skript in einem Binary "verstecken" soll.
Jeder, der die Datei lesen kann, ist in der Lage, dieses zu dekodieren und sich
entsprechend das Original-Skript anzusehen. Durch eine weitere Sicherheitslücke besteht
sogar die Möglicheit, den Code ohne Entschlüsselungsaufwand im Original zu erhalten. Im Advisory wird auf folgendes
hingewiesen: Do not take candy or accept car rides from strangers. If something seems
too good to be true it probably is. Es wird empfohlen, den notwendigen Code in C oder
einer anderen Sprache, aber nicht in Shell-Skripten zu schreiben. |
|

|
| System: |
Debian Linux |
| Topic: |
Sicherheitslücke in amd: Debian0924 |
Die mit Debian GNU/Linux 2.1 ausgelieferte Version von amd ist
gegenüber Angriffen aus dem Netzwerk empfindlich. Wird ein langer Verzeichnisname in das
Log des amd geschrieben, führt dieses zu einem Pufferüberlauf, der entsprechend
ausgenutzt werden kann. In Version 23.0slink1 ist dieser Fehler behoben. Weitere
Informationen finden sich im Advisory. |

|
Hier sind die Meldungen vom September
1999, August 1999, Juli 1999, Juni 1999, Mai 1999, April
1999 und März 1999 zu finden |
|